Malerei eines Künstlerpaares

Dreier & Hanousek GfBH - Gemeinschaft für BildErhalt

Seit 3 Jahrzehnten andauernde Entstehung gemeinsam gemalter Bilder

Bilder entstehen im gemeinsamen Malprozess, work in progress
Mallabor Krefeld

"Dreier & Hanousek finden eine herausfordernde Art der Malweise, die in keine der üblichen Kategorien passt. Es ist weder Landschaft, noch Bühne, noch ist es nur abstraktes Formspiel, auch nicht phantastisch und erzählerisch. Es bildet einen eigentümlich trudelnden Raum, in dem die Elemente zu schweben oder zu driften scheinen."

Dr. Dirk Tölke

Aus der Ausstellung MALEREI! im Kunstverein Jülich
Aus der Ausstellung MALEREI! im Kunstverein Jülich

"Die große, allgegenwärtige Zersplitterung unserer gesellschaftlichen Gegenwart, aber auch die Realitäten unseres Informationszeitalters mit ihrer Überfülle an Botschaften für jeden Einzelnen sind Gegenstand der Malerei. Sie wird als Versuch verstanden, die unterschiedlichen Systeme zusammenzubringen.

 

Für das Malerpaar ist die Natur, sind reale Landschaftsausschnitte die Basis dieser Bilder. In einem aufwändigen Abstraktionsprozess wird jede naturalistische Ähnlichkeit getilgt, bis nur noch Fragmente des ursprünglichen Bildes oder Fotos erkennbar sind. Dies gelingt durch die Schaffung verschiedener räumlicher Ebenen, so wechseln sich flächige und stärker strukturierte Schichten miteinander ab; eine Art gemalter Collage. Am Beginn eines Bildes steht oft ein Impuls, der seinen malerischen Ausdruck findet, aber dann vielfach übermalt wird. Malerei wird auch als Möglichkeit verstanden, nach Grenzen in jeder Form zu suchen, um sie aufzuheben."

Dr. Angelika Hille-Sandvoß 

Die Bilder von Dreier & Hanousek zeigen die Ambivalenz und Dynamik einer Entwicklung, in der man nicht weiß, ob aus dem Ort, dem Topos, eine Utopie oder ein Unort, eine Dystopie, erwächst, ein wunderbarer Zukunftstraum oder eine schreckliche Apokalypse...
aus der Ausstellung "ein Ort - kein Ort", Galerie SK Solingen

 "Aber auch die Freude an den malerischen Ausdrucksmitteln wird spürbar. Farbverläufe und delikate Farbigkeit bestimmen die Malerei. Besonders deutlich wird dies in dem Bild »Fracking«, das mit den Mitteln der Malerei aufzeigt, wie zerstörerisch unser ungebremster Hunger nach Energie sich auf die Natur auswirkt: Das Eindringen in Mutter Erde und die dadurch ausgelösten ökologischen Katastrophen, die aber nicht plakativ umgesetzt werden. Die Malerei von Dreier & Hanousek ist nie vordergründig oder gar simpel, sondern geht mit malerischen Mitteln auch immer der Frage nach, was Malerei im eigentlichen Sinne ist und wo ihre Grenzen und Möglichkeiten liegen."

 Dr. Angelika Hille-Sandvoß

Tatort Krefeld
Atelier Krefeld

"...ein dialogisch malerischer Diskurs, bei dem beide Partner mit Farbe und Form aufeinander reagieren, Gestaltungsimpulse setzen, Impulse aufnehmen, fortsetzen oder auch verwerfen, immer im Hinblick auf das gemeinsame Ziel, das Bild als Gesamtheit."
Güdny Schneider-Mombaur

Ausstellung Kondensate in Rees am Rhein
Aus der Ausstellung Kondensate im Koenraad Bosman Museum, Rees

"…Die Bilder von Dreier & Hanousek zeigen die Ambivalenz und Dynamik einer Entwicklung, in der man nicht weiß, ob aus dem Ort, dem Topos, eine Utopie oder ein Unort, eine Dystopie, erwächst, ein wunderbarer Zukunftstraum oder eine schreckliche Apokalypse…Sicher ist es legitim, von den tektonischen Verschiebungen der Mutter Erde durch die in den Bildern thematisierten und künstlerisch gestalteten Eingriffe oder Missbräuche der Menschen auch auf die Umbrüche und Verwerfungen in unseren Gesellschaften selber zu schließen…."

Jürgen Jaissle

Kunstscheune Weeze-Steinwerkstatt Lepper
Aus der Kunstaktion Landpartie am Niederrhein 2019

"In den Porträts wechseln lichte Partien mit Dunkelheiten, wird von einer Menschenähnlichkeit abstrahiert, brechen andere Realitäten in das Bild hinein, werden Abgründe sichtbar. Trotz aller Deformationen, denen die Köpfe unterworfen sind, bleibt das Menschliche erkennbar - ob dies ein Sieg der Humanität über das menschengemachte Chaos ist, bleibt allerdings offen."
Dr. Angelika Hille-Sandvoß